Wilkommen Zur Aurdal Kirche


Die Aurdal Kirche wurde am 22. Februar 1737 von Propst Abel geweiht. Pastor Peder Landt war Bauleiter. Sein Leichnam wurde balsamiert und zusammen mit einem seiner verstorbenen Kinder unter dem Fussboden der Kirche beerdigt.

Der Kreuzbau ist typisch für die Kirchenbauweise im 18. Jahrhundert. Das Interieur ist im Laufe der 250 Jahre mehrfach verändert worden. Seine heutigen Hauptzüge entstammen der Zeit von 1737.

Den Stil der Altartafel bezeichnet man oft als ”Blumenbarock”, der auch bei anderen Altären aus dieser Epoche zu finden ist. Hier in Aurdal ist das Zentrumsmotiv ein altes Kreuz, das aus der früheren Stabkirche stammt. Rechts vom Kreuz steht Moses mit den Gesetzestafeln. Ein übersetzungsfehler war der Grund dafür, dass Moses stat eines Strahlenkranzes mit Hörnern dargestellt wird. Links davon steht der Hauptpriester Aron und in der Mitte der Apostel Johannes und Maria. Die Seitenflügel der Tafel stammen möglicherweise aus der Stabkirche.

Man nimmt an, dass Tile der Kanzel von einer älteren Kanzel stammen, die 1694 für die Stabkirche angefertigt wurde. Den Himmel der Kanzel fand man bei Restaurierungsarbeiten im Jahre 1937 wieder.

Der untere Teil des Taufbeckens ist aus Speckstein und scheint auch aus der alten Stabkirche zu stammen. Das Becken ist extra tief, das es früher war, die Taukinder dreimal ganz unter Wasser zu tauchen. Durch ein Loch im Becken konnte das geweihte Wasser direkt in geweihte Erde abfliessen.  Das Taufwasser wurde in der Osternacht geweiht und im Taufbecken bis zum nächsten Osterfest aufbewahrt. Die älteste der beiden Taufschalen ist aus Kupfer und wurde im 17. Jahrhundert angefertigt.

1792 wurde die erste Orgel gebaut und vom Maler Ole Hermundsson Berge dekoriert. 1904 bekam die Aurdal Kirche eine neue Orgel, die 1972 restauriert wurde und Jetzt 17 Registern hat.

Ende 1800 war der Chorraum mit einer Schranke vom Kirchenraum getrennnt. Nach Renovierungsarbeiten 1937 baute man diese nicht wieder ein. Die Löwen der Chorschranke hängen jetzt über der Tür des Seitenschiffes. Die eine der Kirchenglocken trägt die Jahreszahl 1752, ist vom Holländer Johan Nic. Derch gegossen worden und enthält die Inschrift ”Soli Deo Gloria.” Die andre Glocke ist 1927 von Olsen Nauen in Tønsberg gegossen worden.

Die Bibel wurde 1632 in Kopenhagen gedruckt und schon in der alten Stabkirche benutzt. Der Pranger, der bis 1840 vor der Kirche stand, ist jetzt im Valdres Folkemuseum in Fagernes zu finden.

Das Eingangsportal ist ungefähr gleichalt wie die Kirche. Âhnliche Portale findet man auch bei den Kirchen von Etnedal, Strand und Skrautvål.